Das ist ein Job für Ingenieurinnen und Ingenieure oder Naturwissenschaftlerinnen und Naturwissenschaftler. Als Aufsichtsperson sorgen Sie dafür, dass Menschen in ganz Deutschland sicher arbeiten und nach der Arbeit gesund zuhause ankommen. Sie beraten Unternehmen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, erkennen Risiken und entwickeln Lösungen, die wirklich funktionieren.
Die Einsatzfelder sind vielfältig: vom Architekturbüro bis zur Tierhaltung. Ihre Rolle führt Sie in Betriebe, in die andere kaum Einblick bekommen.
Das erzählen Ihnen am besten unsere Kolleginnen und Kollegen aus der VBG, die als Aufsichtspersonen tätig sind. Authentische Stories und echte Einblicke aus dem Berufsalltag:
Sie sorgen dafür,
Ihre Aufgaben: Sie beraten und überwachen mit gesetzlichem Auftrag im Hintergrund und echter Partnerschaft im Vordergrund. Immer auf Augenhöhe, nie als reine Kontrolleurin oder reiner Kontrolleur. Und wenn doch mal etwas passiert ist, ermitteln Sie: Was ist wo in der Prozesskette schiefgelaufen? Echte „Detektivarbeit" mit echter Wirkung. Dazu gehören auch Ermittlungen von Unfällen und Berufskrankheiten. Ihr Ziel ist es, Ursachen zu verstehen und Prävention zu verbessern.
Dabei sind Sie viel unterwegs. Während der voll vergüteten Ausbildung (Eingruppierung nach E13 BG-AT) sind Sie bundesweit in den Akademiestandorten, um Wissen aufzusaugen. Nach der Ausbildung sind Sie mindestens 50 Prozent der Arbeitszeit im Außendienst im Zuständigkeitsbereich der jeweiligen Bezirksverwaltung. In der Regel sind es eintägige Einsätze, gelegentlich aber auch mehrtägige.
Hier finden Sie die wichtigsten Informationen kompakt zusammengefasst: Welche Voraussetzungen Sie mitbringen sollten, wie die voll vergütete Ausbildung abläuft und wie lange die Qualifizierung dauert.
Voraussetzung ist ein abgeschlossenes Hochschulstudium (Master oder Diplom) in den Ingenieur- oder Naturwissenschaften – zum Beispiel Maschinenbau, Elektrotechnik, Physik, Chemie, Biologie oder ein verwandtes Fach. Dazu bringen Sie mindestens zwei Jahre einschlägige Berufserfahrung mit und kennen Arbeitsprozesse bereits aus eigener Praxis. Ob Sie dabei als Generalistin oder Generalist oder als Spezialistin oder Spezialist unterwegs waren, ist egal. Bei der VBG werden Sie beides: Sie kennen Ihr Fach, lernen aber auch über den eigenen Tellerrand hinaus.
Außerdem wichtig:
Hinweis: Wer die entsprechende Prüfung bereits bei einem anderen Unfallversicherungsträger endgültig nicht bestanden hat, kann nicht zugelassen werden.
Bevor Sie als Aufsichtsperson starten, durchlaufen Sie eine strukturierte Vorbereitungszeit, in der Sie sich systematisch Fachwissen und Praxiserfahrung aufbauen:
Ihre Ausbildung gliedert sich dabei in drei zentrale Bausteine:
1. Trägerübergreifende Ausbildung (DGUV)
Ein Teil Ihrer Ausbildung findet an der Akademie der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung in Dresden statt. Dort durchlaufen Sie rund 14 Seminarwochen in verschiedenen Lernfeldern und absolvieren zwei Lernerfolgskontrollen.
2. VBG-eigene theoretische Ausbildung
Ergänzend nehmen Sie an weiteren Seminaren der VBG teil: teils online, teils in Präsenz an verschiedenen Standorten in Deutschland. Insgesamt umfasst dieser Teil rund 16 Seminarwochen, unter anderem zu Themen wie Gefährdungen an Maschinen, Unfall- und Berufskrankheitenermittlung sowie Gefahrstoffe und Messtechnik.
3. Praktische Ausbildung im Außendienst
Den größten Teil Ihrer Ausbildung verbringen Sie in Ihrem Aufsichtsbezirk:
Zusätzlich hospitieren Sie für insgesamt drei Wochen bei anderen Unfallversicherungsträgern oder Institutionen und lernen so weitere Perspektiven kennen.
Ihre Ausbildung schließt mit einer schriftlichen, praktischen und mündlichen Prüfung ab.
Sie möchten den gesamten Ausbildungsplan anschauen?
Hier finden Sie eine Übersicht.
Die praxisnahe Ausbildung dauert in der Regel 2,5 Jahre. Sie werden dabei von Beginn an nach Tarif vergütet (E 13 BG-AT). Entscheidend ist, dass Sie ausreichend Erfahrungen sammeln und Ihre 50 Betriebsbesichtigungen durchführen.
Kurz: Fast jede Branche hat ihre eigenen Risiken. Sie werden sie alle kennenlernen. Als Aufsichtsperson werden Sie zur Generalistin oder zum Generalisten für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz ausgebildet. Sie können und müssen nicht alles wissen, aber verstehen, wie Prozesse funktionieren und wo Risiken entstehen.
Bezirksverwaltungen vor Ort: Ihr Revier
Hier wird Prävention lebendig: Betriebe beraten, Gefährdungen einschätzen, Versicherte individuell betreuen. Sie sind überall dort, wo Arbeit sicher werden muss. So sieht das konkret aus: Ihre Betriebsbesichtigungen und Außendiensteinsätze finden im Zuständigkeitsbereich Ihrer Bezirksverwaltung statt. Dabei kann Ihr Einsatzgebiet auch über Bundesländergrenzen hinausgehen.
VBG-Akademien
Die Wissenszentren für Arbeits- und Gesundheitsschutz: Seminare, Trainings und moderne Lernumgebungen für Fach- und Führungskräfte.