Was ist eine Aufsichtsperson?

Das ist ein Job für Ingenieurinnen und Ingenieure oder Naturwissenschaftlerinnen und Naturwissenschaftler. Als Aufsichtsperson sorgen Sie dafür, dass Menschen in ganz Deutschland sicher arbeiten und nach der Arbeit gesund zuhause ankommen. Sie beraten Unternehmen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, erkennen Risiken und entwickeln Lösungen, die wirklich funktionieren.

Die Einsatzfelder sind vielfältig: vom Architekturbüro bis zur Tierhaltung. Ihre Rolle führt Sie in Betriebe, in die andere kaum Einblick bekommen.

Sie wollen wissen, wie sich der Job Aufsichtsperson anfühlt?

Das erzählen Ihnen am besten unsere Kolleginnen und Kollegen aus der VBG, die als Aufsichtspersonen tätig sind. Authentische Stories und echte Einblicke aus dem Berufsalltag:

Tabea

Tabea

Unfälle verhindern, bevor sie passieren. Genau darum geht es für Tabea. Sie ist viel in Betrieben unterwegs, stellt die richtigen Fragen und schaut genau hin, wenn etwas nicht stimmt.

Michael

Michael

Eigentlich Geologe. Heute Aufsichtsperson. Michael ist in ganz unterschiedlichen Betrieben unterwegs und sorgt dafür, dass Arbeit sicher bleibt. Egal, ob im Büro oder im Seilbahnbetrieb.

Natalija

Natalija

Menschen überzeugen statt kontrollieren. Das ist Natalijas Job. Sie zeigt, dass Arbeitsschutz sinnvoll ist und oft einfacher, als viele denken.

Tim

Tim

Hinter die Kulissen schauen, statt nur draufschauen. Tim ist in Betrieben unterwegs und sorgt gemeinsam mit ihnen dafür, dass Arbeitssicherheit funktioniert.

Als Aufsichtsperson halten Sie Menschen im Arbeitsleben den Rücken frei – wortwörtlich.

Sie sorgen dafür,

  • - dass die Bauplanerin nach einem langen Tag ohne Schmerzen nach Hause geht,
  • - dass der Tierpfleger nach der Löwenfütterung alle Finger hat,
  • - dass niemand von einer Fähre fällt,
  • - und niemand unter eine Maschine gerät.

Ihre Aufgaben: Sie beraten und überwachen mit gesetzlichem Auftrag im Hintergrund und echter Partnerschaft im Vordergrund. Immer auf Augenhöhe, nie als reine Kontrolleurin oder reiner Kontrolleur. Und wenn doch mal etwas passiert ist, ermitteln Sie: Was ist wo in der Prozesskette schiefgelaufen? Echte „Detektivarbeit" mit echter Wirkung. Dazu gehören auch Ermittlungen von Unfällen und Berufskrankheiten. Ihr Ziel ist es, Ursachen zu verstehen und Prävention zu verbessern.

Dabei sind Sie viel unterwegs. Während der voll vergüteten Ausbildung (Eingruppierung nach E13 BG-AT) sind Sie bundesweit in den Akademiestandorten, um Wissen aufzusaugen. Nach der Ausbildung sind Sie mindestens 50 Prozent der Arbeitszeit im Außendienst im Zuständigkeitsbereich der jeweiligen Bezirksverwaltung. In der Regel sind es eintägige Einsätze, gelegentlich aber auch mehrtägige.

Wie werde ich Aufsichtsperson?

Hier finden Sie die wichtigsten Informationen kompakt zusammengefasst: Welche Voraussetzungen Sie mitbringen sollten, wie die voll vergütete Ausbildung abläuft und wie lange die Qualifizierung dauert.

Voraussetzungen

Voraussetzung ist ein abgeschlossenes Hochschulstudium (Master oder Diplom) in den Ingenieur- oder Naturwissenschaften – zum Beispiel Maschinenbau, Elektrotechnik, Physik, Chemie, Biologie oder ein verwandtes Fach. Dazu bringen Sie mindestens zwei Jahre einschlägige Berufserfahrung mit und kennen Arbeitsprozesse bereits aus eigener Praxis. Ob Sie dabei als Generalistin oder Generalist oder als Spezialistin oder Spezialist unterwegs waren, ist egal. Bei der VBG werden Sie beides: Sie kennen Ihr Fach, lernen aber auch über den eigenen Tellerrand hinaus.

Außerdem wichtig:

  • technisches oder naturwissenschaftliches Verständnis
  • Verantwortungsbewusstsein und Entscheidungsstärke
  • Kommunikationsfähigkeit, Organisationstalent und Durchsetzungsvermögen
  • Bereitschaft, selbstständig im Außendienst zu arbeiten

Zu den Stellenangeboten

Hinweis: Wer die entsprechende Prüfung bereits bei einem anderen Unfallversicherungsträger endgültig nicht bestanden hat, kann nicht zugelassen werden.

Ausbildung zur Aufsichtsperson

Bevor Sie als Aufsichtsperson starten, durchlaufen Sie eine strukturierte Vorbereitungszeit, in der Sie sich systematisch Fachwissen und Praxiserfahrung aufbauen:

  • Praxis und Theorie im Wechsel, Begleitung durch erfahrene Kolleginnen und Kollegen im Außendienst
  • Schulungen zu Sicherheit, Gesundheit, Prävention und Organisation der gesetzlichen Unfallversicherung
  • Qualifizierung passend zu Ihrem späteren Einsatzbereich
  • Mindestens 50 Betriebsbesichtigungen, die Sie selbst durchführen
  • Abschlussprüfung mit schriftlichem, praktischem und mündlichem Teil

Ihre Ausbildung gliedert sich dabei in drei zentrale Bausteine:

1. Trägerübergreifende Ausbildung (DGUV)
Ein Teil Ihrer Ausbildung findet an der Akademie der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung in Dresden statt. Dort durchlaufen Sie rund 14 Seminarwochen in verschiedenen Lernfeldern und absolvieren zwei Lernerfolgskontrollen.

2. VBG-eigene theoretische Ausbildung
Ergänzend nehmen Sie an weiteren Seminaren der VBG teil: teils online, teils in Präsenz an verschiedenen Standorten in Deutschland. Insgesamt umfasst dieser Teil rund 16 Seminarwochen, unter anderem zu Themen wie Gefährdungen an Maschinen, Unfall- und Berufskrankheitenermittlung sowie Gefahrstoffe und Messtechnik.

3. Praktische Ausbildung im Außendienst
Den größten Teil Ihrer Ausbildung verbringen Sie in Ihrem Aufsichtsbezirk:

  • In den ersten sechs Monaten hospitieren Sie bei erfahrenen Kolleginnen und Kollegen im Außendienst
  • Nach etwa einem halben Jahr übernehmen Sie üblicherweise erste Termine, zunächst in Begleitung
  • Schritt für Schritt arbeiten Sie sich in die eigenständige Betreuung von Betrieben ein

Zusätzlich hospitieren Sie für insgesamt drei Wochen bei anderen Unfallversicherungsträgern oder Institutionen und lernen so weitere Perspektiven kennen.

Ihre Ausbildung schließt mit einer schriftlichen, praktischen und mündlichen Prüfung ab.

Sie möchten den gesamten Ausbildungsplan anschauen?
Hier finden Sie eine Übersicht.

Dauer der Ausbildung

Die praxisnahe Ausbildung dauert in der Regel 2,5 Jahre. Sie werden dabei von Beginn an nach Tarif vergütet (E 13 BG-AT). Entscheidend ist, dass Sie ausreichend Erfahrungen sammeln und Ihre 50 Betriebsbesichtigungen durchführen.

So vielfältig wie die Arbeitswelt ist auch Ihr Job.

Typische Einsatzfelder:

  • Ingenieur-, Bauplanungs- & Architekturbüros
  • ÖPNV & Bahnen
  • Bühnen, Studios, Spielstätten
  • Forschungsinstitute
  • Bildungseinrichtungen
  • Kirchen & Religionsgemeinschaften
  • Tierhaltung
  • Sicherungsdienstleistungen
  • Sportbetriebe
  • Zeitarbeitsunternehmen
  • Kreditinstitute
  • Glas & Keramik
  • Verwaltungen und Versicherung (Büroarbeitsplätze)
  • … und viele mehr

Kurz: Fast jede Branche hat ihre eigenen Risiken. Sie werden sie alle kennenlernen. Als Aufsichtsperson werden Sie zur Generalistin oder zum Generalisten für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz ausgebildet. Sie können und müssen nicht alles wissen, aber verstehen, wie Prozesse funktionieren und wo Risiken entstehen.

Forschung und Labore
Industrie und Außendienst
Robotik und Automation
Außendienst und Bergbahnen

Einsatzgebiete als Aufsichtsperson

Bezirksverwaltungen vor Ort: Ihr Revier

Hier wird Prävention lebendig: Betriebe beraten, Gefährdungen einschätzen, Versicherte individuell betreuen. Sie sind überall dort, wo Arbeit sicher werden muss. So sieht das konkret aus: Ihre Betriebsbesichtigungen und Außendiensteinsätze finden im Zuständigkeitsbereich Ihrer Bezirksverwaltung statt. Dabei kann Ihr Einsatzgebiet auch über Bundesländergrenzen hinausgehen.

VBG-Akademien

Die Wissenszentren für Arbeits- und Gesundheitsschutz: Seminare, Trainings und moderne Lernumgebungen für Fach- und Führungskräfte.

  • Hauptverwaltung
  • Bezirksverwaltung
  • Akademie

Was Sie als Aufsichtsperson bei der VBG als Arbeitgeber erwartet

Ein Job mit Sinn und Wirkung
ein Job mit Sinn und Wirkung
Attraktive Eingruppierung nach E13 BG-AT
attraktive Eingruppierung nach E13 BG-AT – während und nach der Ausbildung
Selbstständiges Arbeiten – aber nie allein
selbstständiges Arbeiten – aber nie allein
Moderne Ausstattung und mobiles Arbeiten
moderne Ausstattung & mobiles Arbeiten
Flexibilität und eigenständige Terminplanung im Außendienst
Flexibilität und eigenständige Terminplanung im Außendienst
Sicherer Arbeitsplatz mit Tarif und Sozialleistungen
sicherer Arbeitsplatz mit Tarif & Sozialleistungen
Individuelle Weiterbildung
individuelle Weiterbildung: fachlich und persönlich
Zuschuss zum DeutschlandJobTicket
Zuschuss zum DeutschlandJobTicket